JUGENDPARLAMENT KANTON LUZERN

12. Jugendsession

Freitag, 13. November 2026

Was ist die Jugendsession?

Das Jugendparlament des Kantons Luzern organisiert jährlich eine Jugendsession für alle unter 25-Jährigen aus dem gesamten Kanton. An diesem Tag schlüpfst du in die Rolle einer Kantonsrätin oder eines Kantonsrats und vertrittst deine Interessen. Am Vormittag erarbeitest du in einer Arbeitsgruppe eine Forderung zu einem von mehreren Themen. Am Nachmittag diskutierst du im Plenum mit über 100 Teilnehmenden darüber, welches Anliegen ihr den gewählten Politikerinnen und Politikern des Kantons weitergeben möchtet.

Nächste Jugendsession

Themen der diesjährigen Jugendsession

Die Themen für die nächste Jugendsession werden im Herbst 2026 hinzugefügt.

Bei der Jugendsession stehen dir stets vier verschiedene Themen zur Auswahl. Um dir einen Überblick zu verschaffen, welche Aspekte und Diskussionen zu jedem Thema möglich und interessant sind, findest du einleitende Informationen zu den jeweiligen Oberbegriffen.

Kurz vor der Jugendsession erhältst du ein professionell aufbereitetes Dossier zu deinem gewählten Thema, damit du dich schon im Voraus informieren kannst.

Während der Jugendsession hast du die Möglichkeit, vom Wissen verschiedener Politiker und Experten zu profitieren, die zeitweise zu deiner Themengruppe stossen. Wähle ein Thema, das dich interessiert, dir Spass macht und bei dem du das Potenzial siehst, in der Politik etwas zu bewegen.

Bildungswege und Übergang nach der Sekundarschule

Der Übergang von der Sekundarschule in die Sekundarstufe II gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Bildungsweg junger Menschen. Ob Berufslehre, Gymnasium, Fachmittelschule oder eine Zwischenlösung – die Wahl beeinflusst den weiteren Ausbildungs- und Berufsweg. Obwohl die Berufliche Orientierung im Lehrplan verankert ist und verschiedene Unterstützungsangebote wie die Berufsberatung oder Brückenangebote bestehen, starten nicht alle Jugendlichen mit den gleichen Voraussetzungen. Der Zugang zu Informationen und Unterstützung kann je nach Schule, familiärem Umfeld oder Sprachkenntnissen unterschiedlich sein. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Jugendlichen zu, die nach der obligatorischen Schulzeit zunächst eine Zwischenlösung wählen. Wie kann der Kanton Luzern Jugendliche besser auf ihren Bildungsweg nach der Sekundarschule vorbereiten und dafür sorgen, dass alle die gleichen Chancen erhalten, ihren passenden Weg zu finden?

Der digitale Raum ist ein wichtiger Teil des Alltags von Jugendlichen im Kanton Luzern. Er bietet viele Chancen wie Vernetzung, Kreativität, Zugang zu Wissen und Unterstützung beim Lernen. Neben den Chancen bringt der digitale Raum aber auch Risiken wie Online-Radikalisierung, Cybermobbing, Hate Speech, Fake News und Deepfakes mit sich. Medienkompetenz ist deshalb zentral, um sicher und kritisch mit digitalen Inhalten umzugehen. Sie wird im Lehrplan 21 sowie durch verschiedene kantonale und nationale Angebote gefördert: in Schulen, durch Elternbildung und Präventionsstellen. Aktuelle politische Vorstösse im Kanton Luzern zeigen jedoch, dass geprüft wird, ob die bestehenden Massnahmen ausreichen oder ob zusätzliche Unterstützung, bessere Information und neue Angebote im Bereich digitale Sicherheit nötig sind. Wie kann man Jugendliche im digitalen Alltag besser schützen und gleichzeitig ihre Medienkompetenz stärken?

Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz über eine Million Menschen bei Unfällen und medizinische Notfälle wie Herzinfarkte fordern jährlich rund 20’000 Todesopfer. Rund ein Viertel aller Freizeitunfälle betrifft zudem Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Trotzdem ist das Erste-Hilfe-Wissen in der Bevölkerung insgesamt gering, auch bei Jugendlichen bleibt es oft lückenhaft. Fehlendes Wissen ist dabei eine direkte Barriere für aktives Handeln: Wer mehr weiss, hilft aktiver und kompetenter. Der obligatorische Nothelferkurs bleibt für viele Jugendliche die einzige Erste-Hilfe-Ausbildung ihres Lebens, da er primär an den Führerscheinerwerb geknüpft ist und Auffrischungskurse kaum besucht werden. Im Schulunterricht wird das Thema nur am Rande behandelt und ein politischer Vorstoss im Kanton Luzern für ein verpflichtendes Erste-Hilfe-Modul an Volksschulen wurde vom Regierungsrat abgelehnt. Es stellt sich daher die Frage, wie Jugendliche künftig besser und nachhaltiger auf Unfälle und medizinische Notfälle vorbereitet werden können.

Die UN-Kinderrechtskonvention hält fest, dass Kinder vor jeder Form von körperlicher und psychischer Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung und Ausbeutung geschützt werden müssen. Trotzdem erleben viele Kinder und Jugendliche Gewalt in der Erziehung. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen ist schwer messbar, da viele Fälle nicht bekannt werden. Gewalt in der Erziehung kann unterschiedliche Formen annehmen: von körperlicher Bestrafung über psychische Gewalt bis hin zu Vernachlässigung oder sexualisierter Gewalt. Solche Erfahrungen können die körperliche, psychische und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen langfristig beeinflussen. Mit der gesetzlichen Verankerung der gewaltfreien Erziehung im Schweizer Zivilgesetzbuch ab 1. Juli 2026 wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen weiter gestärkt. Damit verbunden ist die Frage, welche Rolle der Kanton Luzern bei der Umsetzung übernimmt und welche Massnahmen notwendig sind, um Prävention, Kindesschutz und die Unterstützung von Familien sowie betroffenen Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Haben wir dein Interesse geweckt?

Dann melde dich doch an der Jugendsession 2026 an!