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2014

Gegründet

6

Bisherige Kantonale Jugendsessionen

Über 60

Mitglieder aus dem ganzen Kanton

8

Vorstandsmitglieder

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Jugendsession 2019: Gedanken des Co-Präsidenten

Am 15. November 2019 war es wieder soweit: Die Türen des Regierungsgebäudes öffneten sich für einmal nicht gestandenen Politikern und Funktionärinnen, sondern jungen Menschen aus dem ganzen Kanton Luzern. Und es kamen so viele wie noch nie. Der Saal war den ganzen Tag gut gefüllt mit Teilnehmer/innen und Politiker/innen, die für einmal die Rolle der Zuschauer übernahmen.

Kantonsratspräsident Josef Wyss eröffnete die Jugendsession mit einer motivierenden Rede und Erfahrungsberichten aus seinem politischen Alltag. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die aufgebrachte Zeit bedanken.

Nach der offiziellen Eröffnung der Jugendsession im Plenum folgten wie jedes Jahr die Gruppenarbeiten, dieses Mal zu den Themen Bau- und Umweltpolitik, Kulturförderung, Jugendarbeit und Asylpolitik. Die Jugendlichen durften mit der Hilfe von jeweils vier Expert/innen aus Politik und Wirtschaft und unter Anleitung von Moderator/innen der PH sowie ehemaligen JuKaLu-Vorstandsmitgliedern einen Morgen lang über ihr gewähltes Thema diskutieren und philosophieren. Am Ende der Gruppenarbeit erarbeiteten die Anwesenden eine entsprechende politische Forderung.

Nach einer einstündigen Mittagspause fanden sich die Teilnehmenden wieder in ihren Gruppenräumen ein, um die zustande gekommenen Forderungen der anderen Themengruppen zu besprechen und die Vorstellung des eigenen Anliegens vorzubereiten.

Im Anschluss folgte dann mit dem Plenum das Highlight einer jeden Jugendsession. Regierungsrat Marcel Schwerzmann eröffnete die Runde mit den Grüssen des Regierungsrates. Es folgte die mit Spannung erwartete Gastansprache von Alt-Bundesrat Christoph Blocher, der in etwas mehr als 10 Minuten Redezeit Erfahrungen bis weit zurück in seine politische Anfangszeit mit den Jugendlichen teilte.

Nach den Eröffnungsworten gehörte der Kantonsratssaal den Teilnehmer/innen und ihren Voten. Jede Themengruppe hatte die Möglichkeit ihre Forderung vorzustellen. Nach einer offenen Diskussion wurde jeweils über die Anliegen der Gruppen abgestimmt. Schlussendlich setzte sich die Forderung der Gruppe Bau- und Umweltpolitik durch, die ein Verbot von Heizanlagen mit fossilen Energieträgern anstrebt. Das politische Anliegen wurde zu guter Letzt feierlich dem Staatsschreiber Lukas Gresch-Brunner zu Weiterleitung an den Kantonsrat übergeben.

Zudem forderte das Plenum mit einem Statement der Gruppe Kulturförderung ein neues, attraktives Museum für Natur und Gesellschaft.

Last but not Least durften wir Judith Schmutz, Kantonsrätin der Grünen und langjähriges Vorstandsmitglied des JuKaLu den Ehrentitel „Gotti des JuKaLu 2019“ übergeben.

An dieser Stelle möchten wir allen Beteiligten, Gästen und Teilnehmern noch einmal herzlich danken. Der Sessionstag hat wie immer viel Freude bereitet und war von Seiten des JuKaLu buchstäblich ein voller Erfolg.

Die Jugendsession konnte sich in den letzten Jahren weiter etablieren und entwickeln. Das wäre ohne die tatkräftige Unterstützung von etlichen Beteiligten vor und während der Jugendsession nicht möglich gewesen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die kommende Jugendsession am 13. November 2020. Stay tuned!

Forderung Jugendsession 2019

Medienberichte: Zentralplus, Luzerner Zeitung, Regionaljournal Zentralschweiz, Tele 1

Autor: Jonas Ineichen


Politische Neutralität als oberstes Gebot

Das Jugendparlament Kanton Luzern als partizipative Plattform

Das Konzept eines Jugendparlamentes mag auf den ersten Blick nicht immer ganz klar zu sein. Vertritt das JUKALU eine Meinung, wird es von bestimmten Organisationen gestützt, gar gelenkt? Und wie sieht es eigentlich mit der Jugendsession aus? Im Folgenden möchten wir auf diese Fragen eingehen und die grundsätzlichen Strukturen und Entscheidungsträger/-innen unseres Vereins hinsichtlich ihrer politischen Neutralität genauer vorstellen.

Wir vom Jugendparlament Kanton Luzern sind ein privatrechtlich organisierter Verein für die politische Partizipation von Jugendlichen (zwischen 13 und 25 Jahren), der aus dem Lotteriefond des Kantons Luzern finanziert wird. Unser Jugendparlament ist zusammengesetzt aus unserem Vorstand, den aktuellen Mitgliedern sowie den ehemaligen Mitgliedern. Wir verstehen uns als neutrale Plattform für Jugendliche und nicht als Partei.

Zusammensetzung des Vorstands

Die Neutralität unseres Vorstandes ist einer den wichtigsten Grundsätzen in unserem Amt. Die meisten Vorstandsmitglieder beteiligen sich auch in einer Jungpartei. In ihrer Arbeit für das JUKALU sind sie aber dazu verpflichtet die eigene politische Meinung ruhen zu lassen. Es ist dem Vorstand nicht erlaubt politische Äusserungen im Namen des Jugendparlamentes zu machen, es sei denn es existiert dazu ein Vorstoss, der an der Jugendsession beschlossen wurde. Wir äussern uns nie zu aktuellen politischen Geschehnisse, Abstimmungen oder auch Wahlen die nicht im Zusammenhang mit einem Beschluss der Jugendsession stehen.

Bei der Zusammensetzung des Vorstandes wird immer darauf geachtet, dass möglichst alle Meinungen des politischen Spektrums gleichermassen vertreten sind. Seitdem es uns gibt, gab es noch nie das Problem, das eine Linke oder eine Rechte Mehrheit im Vorstand bestand. Momentan bildet sich das Gremium aus zwei Personen der JCVP, jemandem der JUSO, einem Mitglied der Jungfreisinnigen und einem Parteilosen, der einem umweltbewussten, bürgerlichen Spektrum zugeordnet werden kann.

Und was ist mit der Jugendsession?

Bei all unseren Veranstaltungen achten wir auf eine ausgeglichene Vertretung der diversen Parteien (Jung- und Altparteien). Die Jugendsession stellt das Aushängeschild unserer Arbeit dar und wird jedes Jahr mit besonderer Achtsamkeit auf politische Ausgewogenheit organisiert. So werden etwa die Themendossiers für unsere Teilnehmer/-innen neutral und nach wissenschaftlichen Standards von der PH Luzern erstellt. Die Dossiers basieren auf Themenkonzepten, die vom Gesamtvorstand vorgängig erarbeitet wurden, die Auswahl der Themen erfolgt durch die Generalversammlung unserer Mitglieder.

In den Themengruppen stehen den Jugendlichen Expertinnen und Experten von privaten Organisationen und staatlichen Institutionen zur Verfügung. Ausserdem begleiten zwei Kantonsrät/-innen aus unterschiedlichen Fraktionen der politischen Landschaft jeweils eine Themengruppe. Jeder Kantonsratsfraktion steht mindestens ein Expertenplatz in einer Themengruppe zu.

Auch die Auswahl der Redner und Rednerinnen an der Jugendsession ist auf eine stimmige Vertretung der Meinungen, Altersgruppen und Geschlechter ausgelegt (2019 sprechen etwa Judith Schmutz, eine junge grüne Kantonsrätin und Christoph Blocher, ein Alt-Bundesrat der SVP).

Ein Vorstoss (Petition) als Produkt der Jugendsession, der eher bei linken Parteien Anklang findet (Vaterschaftsurlaub 2017) , ist gemäss den genannten Erläuterungen nicht das Resultat eines gelenkten, Prozesses, sondern die Folge einer Meinungsbildung in einem politisch neutralen Anlass und der persönlichen Gesinnung der teilnehmenden Jugendlichen.

Autor/-innen: Kim Rast, Jonas Ineichen